Eine Miniwanderung zur Wallfahrtsbasilika Maria Plain
Eine wundervolle kleine Wanderung. Einfach perfekt für Opi und Oma
Landschaft & Sehenswürdikeiten8
Schwierigkeitsgrad0.5
Kondition0.5
Essen und Trinken8
4.3Gesamt:

Die Sache ist die: Bei knackigen -10 Grad geben sich heute am Dreikönigstag die „Weisen aus dem Morgenland“ die Ehre und ich muss bei dieser Hundekälte die Haustüre öffnen. Während des „Dreikönigssingens“ bilden sich Eiskristalle in meiner Nase und mir fällt auf dass Caspar merkwürdig bleich ist. Ich kann mir ein »Wo ist der Mohr?« gerade noch verkneifen, spende meinen „Zehrpfennig“ und lass die Könige weiterziehen. Nun, die Haustüre ist bereits offen und ich fühle mich christlich unausgelastet. Ein guter Grund also zur Wallfahrtsbasilika Maria Plain zu pilgern.

Die Wallfahrtsbasilika Maria Plain

Die Wallfahrtsbasilika Maria Plain vor den Toren Salzburgs ist ein römisch-katholischer Wallfahrtsort in der Gemeinde Bergheim. Zugleich ist sie eine der beliebtesten Wallfahrtsstätten Österreichs und bildet mit den umgebenen Kapellen eine Art Shopping Mall des Glaubens. Hier können Sie neben Andenken und Souvenirs auch Frömmigkeit erwerben, wenn Sie das möchten. Für Esoteriker ist’s ein Kraftplatz und ein Ort der Stille. Für Praktiker ein Ort der Inspiration mit einer wundervollen Aussicht über die Stadt Salzburg.

„Am Sonntagvormittag nach Maria Plain, nicht aus Andacht, sondern wegen der schönen Aussicht“Leopold Mozarts Brief an Tochter Nannerl vom 3.9.1784

Anreise: Bergheim finden …

Ganz easy und fast mit Lichtgeschwindigkeit kommen Sie von Salzburg aus mit der Lokalbahn direkt nach Bergheim. Die Bahn fährt im 30-Minuten-Takt.

Wenn Sie mit dem Auto anreisen, finden Sie beim Lokalbahnhof in Bergheim ausreichend kostenlose Parkmöglichkeiten für den Bürgerkäfig.

Charakter der Tour:

Die Miniwanderung zur Wallfahrtsbasilika Maria Plain (530 m) ist eine sehr leichte kleine Wanderung mit sensationeller Aussicht über die Stadt Salzburg. Vom Ortszentrum Bergheim erreichen Sie die Basilika über einen zum Teil asphaltierten Wiesenweg in flockigen 30 Minuten. Wenn nötig, schieben Sie hier locker einen Kinderwagen hinauf oder Sie nehmen die Kleinen huckepack auf die Schultern – dazu müssen Sie kein Rambo sein. Sie schaffen das!

Essen und Trinken

Je nachdem, zu welcher Uhrzeit Sie unterwegs sind, bietet sich ein Frühstück in der Bäckerei Rößlhuber (direkt im Dorfzentrum) oder am späteren Nachmittag ein stylisher Absacker im „Franz“ an. Für Gipfelstürmer oder wenn man mit den Großeltern unterwegs sind, mag wohl eher der Gasthof Maria Plain das Richtige sein. Wie auch immer, Sie werden nicht verhungern. Mein persönlicher Tipp: Gehen Sie zum Franz. Es gibt keinen Ort, an dem man besser „abhängen“ kann. Grad richtig nach einem Pilgerweg.

Wegbeschreibung zur Wallfahrtsbasilika Maria Plain

Vom Lokalbahnhof in Bergheim stapfen Sie unter die Unterführung der Oberndorferstraße in Richtung Dorfstraße. Bei der Bäckerei Rößlhuber halten Sie sich rechts und beginnen Ihren Aufstieg über die Kirchenstufen der Bergheimer Kirche zum heiligen Georg. Sie überqueren den Friedhof und wandern den Pfarrweg entlang bis zur Basilika Maria Plain. Einfacher geht’s nicht.

Ihr kostenloser GPX Download zur Basilika Maria Plain

Okay! Sie finden die Basilika auch ohne Kartenmaterial oder Fährtensuchhund. Wenn nicht, haben Sie die „Lacher“ auf Ihrer Seite. Für den Fall, dass Sie ein Navigationsgenie wie Christoph Kolumbus sind, können Sie sich kostenlos den GPX Track für Ihr Navi herunterladen.

Fazit: Ausflug zur Wallfahrtsbasilika Maria Plain

Der Zweck heiligt die Mittel: Wer pilgern mag und wem „Camino de Santiago“ zu weit weg ist, der ist gut mit der Basilika Maria-Plain aufgestellt. „El camino comienza en su casa“ (der Weg beginnt im eigenen Haus). Von meinem Heimatort Bergheim sind’s gerade mal 2 Kilometer zur christlichen Pilgerstätte. Gut, einen Stempel in mein Pilgerbuch hab ich mir damit wohl nicht verdient, wohl aber ein winziges Plus in meinem katholischen Mitteilungsheft. Der Herr hat’s gesehen, mein Herz ist wieder weiß wie der Schnee und ich bin mit meiner strapaziösen Wanderung bei -10 Grad zufrieden. So soll’s sein.

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