Genuss ist ein durchaus inflationärer Begriff und manche Menschen assoziieren damit auch  Negatives. Bei Genuss denkt man mitunter auch an Überfluss und Übermaß, doch das ist ein vollkommen falscher Zugang.

Genuss ist sehr positiv besetzt, nur vergessen wir in unserer schnelllebigen, leistungsorientierten Zeit sehr oft darauf. Wir sind bereits an einem Punkt angekommen, an dem wir Genuss wieder trainieren müssen. Vorab ist es wichtig die Begrifflichkeit überhaupt zu verstehen. Dazu wurden die sieben Genussregeln aufgestellt, die man in seinen Alltag integrieren sollte.

Zuallererst müssen wir uns unserer Sinne bewusst sein

  • Hören
  • Sehen
  • Fühlen
  • Riechen 
  • Schmecken

Wer sich nun kurz seiner Sinne widmet und diese auf sich einwirken lässt, hat einen ersten Schritt getan, seinen Körper wieder zu spüren. Wir erkennen dadurch Zufriedenheit, die wir auch selber steuern können. Man baut Stress ab und stärkt andererseits die Widerstandskraft. Man tankt Energie und ist dadurch motivierter im Alltag. Unsere Sinne dienen dazu, überhaupt Genuss erfahren zu können. Ist einer dieser Sinne herabgesetzt, so sollte man sich darauf konzentrieren, die anderen Sinne zu stärken. Sinnempfinden ist auch bei jedem Menschen individuell gelagert. Geschmäcker sind nun einmal verschieden.

Die sieben Regeln für Ihr Genusstraining

1. Genuss braucht Zeit. Nehmen sie sich Zeit, um sich auf Ihre Sinne einzulassen.

2. Genuss muss erlaubt sein.  Gönnen Sie sich Genuss.

3. Genuss geht nicht nebenbei. Schenken Sie dem Genuss Aufmerksamkeit.

4. Genuss ist individuell. Konzentrieren Sie sich auf Ihre ganz persönlichen Vorlieben.

5. Weniger ist mehr. Verzichten Sie auf Überfluss.

6. Genuss ist alltäglich. Genießen ist kein Luxus.

7. Genuss braucht Erfahrung. Lernen Sie genießen.

Wer diese einfachen Regeln in seinen Alltag integrieren kann und sie auch ständig beachtet, sorgt für sich besonders gut. Man bereichert sein Leben durch viele schöne Momente, reduziert Stress und fördert dadurch seine Gesundheit.

Ein paar kleine Anregungen für den täglichen Genuss

Ein Blumenstrauß am Esstisch.

Einen schönen Sommerabend bewusst im Freien genießen.

Spaziergänge im frischen Schnee.

Auch im Alltag den Tisch mit Liebe decken.

Zeit für ein Vollbad nehmen.

Ausgiebig frühstücken.

Die Füße im warmen Seewasser baumeln lassen.

Mit offenen Augen durch den Wohnort spazieren und auf kleine Details achten.

Lieben Menschen Aufmerksamkeit schenken.

Und nun liegt es an Ihnen Ihre eigenen Genussmomente zu verinnerlichen. Enjoy your life! Immer und überall!

4 Responses

  1. Katja

    Ein wunderbarer Artikel, der mal wieder ganz deutlich zeigt, es sind die Kleinigkeiten die viele positive Einflüsse auf uns, unser Leben, Wohlbefinden und Gesundheit haben.
    Für mich persönlich echte Genussreisetipps für den Alltag.
    Danke und liebe Grüße
    Katja

    • Claudia Sassomarrone

      Liebe Katja,
      Sie haben es ganz wunderbar erkannt, es sind oft die Kleinigkeiten, denen wir mehr Aufmerksamkeit schenken sollten. Herzliche Grüße, Claudia

  2. Christine Naber-Blaess

    Liebe Claudia,
    danke für diesen inspirierenden Artikel!
    „2.) Genuss muss erlaubt sein.“
    Das erlebe ich leider immer wieder in meinen Lampenfieber-Seminaren, dass die Teilnehmer sich ihren verdienten Applaus nicht gönnen. Sich selber loben und Lob annehmen sind immens wichtig. Danke, dass du das Thema „gut für sich sorgen“ hier ansprichst!
    Herzliche Grüße
    Christine

    • Claudia Sassomarrone

      Liebe Christine,
      wer nicht für sich selbst sorgt, kann dies auch nur sehr schwer für andere tun.
      Ich lese übrigens das erste mal von einem Lampenfieberseminar, das stell ich mir wirklich sehr spannend vor. Ganz herzliche Grüße Claudia