Herzsteinwanderung Triefen in Hinterthal (Pinzgau)
Landschaft & Natur9
Gastro7
Schwierigkeitsgrad4
Kondition5
6.3Gesamt:

Triefen in Hinterthal

Meine Freundinnen und ich haben die Herzsteinwanderung jetzt zweimal gemacht, am 1.11.16 und am 11.11.16, entscheidet selbst, ob es für euch mit Schnee oder ohne schöner ist. Aber das Wichtigste zuerst, auf vom Sofa, raus aus der Komfortzone und ab in die wunderbare Natur in den Pinzgau. Oder gehört ihr zu den Weicheiern, die bei den ersten Schneeflocken in die Winterstarre fallen? Da kenne ich auch einige ganz schlimme Exemplare! Sonst verpasst ihr wirklich was!

Anreise: Hinterthal

Sie fahren über Mühlbach beim Hochkönig auf der L 164 über den Dientner- und den Filzensattel nach Hinterthal (1016 m) hinein. Nach ca. 700 m können Sie direkt neben der Kirche, die auch der Ausgangspunkt Ihrer Wanderung ist, parken.

Wegbeschreibung: Herzsteinwanderung

Kirche Hinterthal

Ausgangspunkt: Kirche Hinterthal

Der gesamte Rundgang inklusive Naturdenkmal Triefen und Murmeltierwiese auf dem Willi Schwaigerweg dauert ca. 2 Stunden, ist. 5 km lang und es sind nur 200 Höhenmeter zu überwinden. Also auch für Ungeübte mit gutem Schuhwerk leicht zu bewältigen. Der Weg ist durchgehend gut markiert. (Wanderweg 415)

Nach ca. 40 Minuten mit viel Tratschen über alle wichtigen Frauenthemen wie Shopping, Kochen, Beruf, neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Männer haben wir den Triefenfall erreicht. Da wir über die Entstehung etwas ratlos waren, haben wir ein paar Infos von einem Bekannten erhalten:

Der Triefenfall ist seit 2001 ein Naturdenkmal mit ca. 100 m Breite, schaut wie ein regenartiger Wasservorhang aus und ist im Salzburger Land einzigartig. Eigentlich ist es eine horizontal verlaufende Quelle in 2-3 Meter Höhe über der Urslau. Durch die ständige Bewässerung haben sich spezielle und seltene Moose und Farne angesiedelt.

Der kleine Sohn meiner Freundin Alexander, 7 Jahre, hat dort im Flussbett bei den Steinen wilde Sprengungen und umfassende Ausgrabungen durchgeführt, um wertvolle Steine zu finden. Der Erfolg war mäßig, der Spaßfaktor groß. Lydia hat einen wunderschönen Herzstein gefunden, den ich ihr sofort „abgeluxt“ habe, kann ja nie schaden.

HerzsteinNach einer entspannten Stunde für die Mama haben wir dann über den romantischen Wanderweg eine kleine Brücke über die Urslau erreicht, um dann die nächste Attraktion zu erreichen.

Wanderbrücke über die Urslau

Wanderbrücke über die Urslau & Murmeltierwiese

Als wir dann die Murmeltierwiese nach ca. 20 Minuten erreicht haben, hat es zuerst mal eine Zeit lang gedauert, den Redefluss des kleinen Alexanders zu stoppen. Haben dann auf der ersten Wanderung bei einigen Höhlen der Murmeltiere (auf pinzgauerisch Mankei) angeklopft und Alexander hat gefragt:
Hallo Mankei, schlafts es scho?“ Leider waren schon alle im Winterschlaf, gute Entscheidung, denn 5 Tage später war der Wintereinbruch da. Eigentlich ungerecht, da regt sich keiner wegen der Winterstarre der Tiere auf. Die Mankei sind laut den Erfahrungen meiner anderen Freundin sehr zahm und im Sommer aus der Nähe gut zu beobachten. Nach einer gemütlichen Restwanderung abwärts haben wir nach ca. 40 Minuten wieder unseren Ausgangspunkt bei der Kirche erreicht und haben uns sehr über den gemütlichen und interessanten Nachmittag gefreut.
In Hinterthal gibt es mehrere gute Gast- und Kaffeehäuser zum Einkehren für den gemütlichen Ausklang.

Die Herzsteinwanderung im Detail

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Unser Fazit:

Mit und ohne Schnee, mit und ohne Mankei eine wunderschöne Wanderung.