Mag. Schaller, sonst Betreiber eines Lernstudios, ist seit geraumer Zeit auch als Autor tätig. Neben einer Reihe von Lehrwerken, schuf er nun einen „schnittigen“ Lebensratgeber – grad richtig zur besinnlichen Adventszeit.

 Vitalmagazin: Hallo Herr Magister, fein dass Sie Zeit für ein Interview haben. Kommen wir doch gleich zur Sache. Normalerweise beschäftigen Sie sich mit Deutschunterricht, warum nun ein Buch über „Lebenshilfen“ und eine Website namens Ratgeberblogs.de?

Folge deiner Spur

Mag. Michael Schaller: Das ist eine sehr spannende Frage und sie liegt quasi auf der Hand. Wenn man ein Buch, das sich unter anderem mit Selbsterfahrung beschäftigt und einem damit verbundenem Modell schreibt, werden auch immer Anteile eigener Selbsterfahrung erfasst. Und wahrscheinlich war dieses Jahr der Zeitpunkt gegeben und es war aus psychologischer Sicht „zwingend“, ein einschlägiges Buch zu schreiben, nachdem die letzten Jahre meines Lebens selbst recht turbulent verlaufen sind. Der Leserin und dem Leser ein Modell auf ihren/seinen eigenen Weg mitzugeben, wovon ich aus eigener Erfahrung sprechen kann, dass dieses System funktionieren kann, war mir ein persönliches Anliegen. Ich habe ja Psychologie studiert und über Umwege des Lerncoachings kam ich zum Deutschunterricht und zur Sprache. Da ich ein gewisses kreatives Talent besitze, ist Bücherschreiben und Musizieren praktisch eine logische Konsequenz für mich und ein großes Vergnügen. Weiters möchte ich gleich am Anfang hervorheben, dass dieses Buch gerade auch Sprachenlernern sehr von Nutzen sein kann. Denn dieses erprobte System, einen Erfolg zu erzielen, ist besonders auch für den Erwerb einer Fremdsprache umsetzbar. Ich möchte das Buch auch auf den Sprachunterricht ummünzen – dabei werden primär zwei Fragen beantwortet: Wie schaffe ich ideale Voraussetzungen für meinen Lernerfolg und Wie finde ich meine eigene Spur auf dem Weg, die Sprache innerhalb kurzer Zeit und mit Freude zu meistern!

Vitalmagazin: Turbulente Lebensphasen enden selten mit einem Buch. Dieser Teil interessiert uns! Erzählen Sie…

Mag. Michael Schaller: Turbulenz impliziert ja Veränderung und Veränderungen bleiben natürlich immer etwas Konstantes. Ich bin ja persönlich kein großer Freund von allzu großen und nur bedingt durchdachten Veränderungen. Es mag vielleicht heutzutage als unpopulär gelten, wenn man dem Wandel skeptisch gegenübersteht und eine gewisse Beharrlichkeit aufbringt. Ich denke, dass es sich aber manchmal lohnt, wenn man zumindest für eine gewisse Zeit an einem mehr oder weniger bewährten System, an einer Idee oder teils vielleicht sogar eingefahrenen Wegen festhält. Jeder hat – natürlich im Rahmen gewisser Ethik und Moral – das Recht auf seinen eigenen individuellen Weg und darauf, diesen zu Ende zu führen.

Folge deiner eigenen Spur“ kann also auch als ein Plädoyer für eine konsequent-individuelle Lebenseinstellung gesehen werden, nicht zu verwechseln mit einer statisch- konservativen Haltung.

Ein Buch zu schreiben hat zu einem großen Teil auch mit Überzeugung von einem eingeschlagenen Weg – einer Spur also, wie es im Buch beschrieben wird – und einem gesunden Wechselspiel von Ruhe und Bewegung zu tun. Man benötigt sowohl Gelegenheiten innerer Kontemplation als auch eine gewisse Unruhe, etwas nach Außen hin mitzuteilen, um als Autor inspiriert zu bleiben. So gesehen konstituiert das Buch eher kein Ende einer Phase, bestenfalls eine Sammlung von Erfahrungen aus einem zeitlichen Abschnitt.

Vitalmagazin: In welchen Lebenslagen kann man den auf Ihr Buch als Ratgeber zurückgreifen? Können Sie Beispiele für Anwendungsbereiche nennen?

Mag. Michael Schaller: Das System, welches also praktisch hinter dem Buch steht, lässt sich also auch beim Sprachenlernen sehr gut einsetzen. In naher Zukunft werde ich nach „Deutsch lernen mit Mag. Schaller – A 1“, welches vor zwei Wochen überraschenderweise den ersten Rang der Amazon.de-Bestseller-Charts in der Rubrik „Schulbücher“ erreichte , die beiden Ansätze miteinander verknüpft: D. h. der Leser soll ein Sprachenlernen unter besonders guten Voraussetzungen erfahren können. Es werden Wege aufgezeichnet, wie man auch eine „schwere Sprache“ mit dem richtigen Leitfaden in kürzester Zeit erlernt und festigt.

Aber, wie gesagt, das aktuelle Buch „Folge deiner eigenen Spur! Empowerment im beruflichen und privaten Alltag“ eignet sich über den Aspekt Lernen hinausgehend für sämtliche Aspekte des eigenen Lebens: Beruf (z. B. Berufswahl, Bewerbung, beruflicher Aufstieg, Karriere im Allgemeinen, Umgang mit Mitarbeitern und Autoritäten….), Schule und privat (Familie, soziale Kontakte, Partnerwahl- und Suche, Freundeskreispflege, Freizeit, Liebeskummer, persönliches Wachstum, Gesundheit, Lebenszufriedenheit…) und persönliches „Glück“ – wie man das immer auch definieren mag.

Vitalmagazin: Was möchten Sie dem Leser auf seinen Weg mitgeben?

Mag. Michael Schaller: Vermitteln möchte ich primär die Botschaft: Sie brauchen die eigenen „Tretmühle“ nicht zwingend zu verlassen, vielleicht gelingt es Ihnen diese gemütlich einzurichten oder sogar zur erfolgreichen „Ich-Agentur“ hochzuentwickeln. Selbst wenn man in einer ausgereiften Lebenskrise steckt, man darf die residualen gesunden Potentiale nicht außer Acht zu lassen. Die sind zumeist vorhanden, werden nur im Moment „stiefmütterlich“ betrachtet. In meinem Buch möchte ich auch einen Beitrag dazu leisten, den Blickwinkel zu erweitern und den Fokus ggf. zu verändern.

Sollten die Grundlagen des eigenen Lebens insgesamt „nicht mehr stimmig“ sein, empfehle ich allerdings einen Ausstieg aus dem eigenen System und einen Neubeginn – dies ist aber in seltenen Fällen notwendig, so attraktiv ein „Neubeginn“ auch immer scheinen mag.

Im Buch werden viele praktische Übungen aufgezeigt und es werden auch originelle (Fall)beispiele dargestellt.

Gemeinsam mit meinem Bruder, dem Klinischen Psychologen Mag. Thomas Schaller, der freundlicherweise ein fundiertes Vorwort und einen interessanten Kommentar zu meinem Buch beigesteuert hat, habe ich mit www.ratgeberblogs.de auch die Idee eines Magazins, welches Hilfen in sämtlichen Lebenslagen anbietet, online umgesetzt. Jeder User, der über Fachwissen verfügt und einen Blog eröffnen möchte, ist eingeladen, dies zu tun. Und möchte man sich zu einem Thema Rat holen, soll man auf www.ratgeberblogs.de immer gut informiert sein – das ist in jedem Fall die Zielsetzung.

Auch werden übrigens die aktuellen News von Vitalmagazin.at auf der Seite als Feed angezeigt, da der Aspekt „Fitness, Gesundheit und Sport“ so in fachmännischer Form die Inhalte des Ratgeberblogs ideal und sehr aktuell ergänzt.

Vitalmagazin: Ich habe ihr Buch ja mit Begeisterung gelesen und denke, dass sich Ihre Methode auch dazu eignet, Motivationsblockaden zu lösen. Ich denke dabei gerade auch an den Punkt „den inneren Schweinehund“ zu überwinden. Könnten Sie näher erläutern, wie man etwa mehr Vitalität in den eigenen Alltag bringt?

Mag. Michael Schaller: Die Motivation ist bereits vorhanden zu jenem Moment, an dem man den inneren Wunsch nach einer Veränderung verspürt  (z. B. mehr Sport zu machen oder etwas für die Figur zu tun, etc.). Die innere Stimme nicht als Schweinehund zu betrachten, ist der erste Weg. Denken Sie z. B. an ein Geschöpf, das mehr Dynamik verkörpert!

Vitalmagazin: Ein „Tiger“ zum Beispiel…

Sehr gut, Sie sind ein Tiger. Treten Sie in dessen Spur, in die Spur eines Tigers! Sollte es Ihnen im Moment an jeglicher dynamischen Orientierung mangeln , dann nehmen Sie sich Vorbilder, zB eben Tiere, Sportler oder generell Leute, die viel aus ihrem Leben gemacht haben. In meinem Buch charakterisiere ich Persönlichkeiten, die Erfolg auf ihrer Lebenslaufbahn erreicht haben, näher. Welche Eigenschaften zeichnen diese Menschen aus – warum schaffen gerade sie es einen lebendigen, VITALEN Nachdruck auf ihrem Weg zu hinterlassen in einem höheren Ausmaß als es vielleicht ich vermag. In erster Linie, weil sie unbeirrt – trotz Rückschläge und Krisen – IHREN persönlichen Weg gehen. Manchmal ist ein Tief der ideale Startpunkt für ein stärkeres und dynamischeres Ich!

Vitalmagazin: Die Weihnachtszeit ist ja leider nicht nur die Zeit der Besinnung, sondern oftmals steht gerade in dieser Zeit familiärer Zwist ins Haus. Welchen Rat geben Sie den Lesern, damit ein möglichst sorgenfreies und glückliches Weihnachten gelingen kann?

Mag. Michael Schaller: Das private Glück lässt sich selbstverständlich nicht erzwingen, man kann bestenfalls am eigenen Glück arbeiten. Genauso ist es auch in Sachen Religion. Gott sowie der Glaube an Gott können helfen und gegebenenfalls Wunder bewirken oder Berge versetzen, aber man muss selbst schon etwas dazu tun! Einen Haufen Geschenke zusammenzukaufen und den Christbaum zu dekorieren, mag schön und gut sein, aber man sollte sich vor Augen führen, dass diese Handlungen nicht den Kern eines gemeinsamen besinnlichen Festes treffen und nicht zu „Ersatzhandlungen“ werden sollten.

Wenn Sie etwa einem Gebet gegenüber offen stehen, dann ist das ein guter Weg, sich einzustimmen auf das Fest – am besten gemeinsam, im Familienkreis oder wenn Sie keine Partner dazu haben, finden sie diese etwa in einem Gebetshaus. Ich mache in meinem Buch eine Reihe von Vorschlägen, wie man an einem gesunden „Mindset“, an einer positiven Geisteshaltung und Einstellung arbeiten kann. Damit Ruhe und Frieden unter dem Weihnachtsbaum vorherrschen, benötigt es natürlich auch eine Form von gelassener Planung und vielleicht auch klärende Gespräche im Vorfeld.

Und wer mit Weihnachten nicht viel am Hut hat, hat in dieser Zeit trotzdem die Gelegenheit in sich zu gehen oder – sofern wir die entsprechende Wetterlage haben – Spuren in den Schnee zu treten.

Vitalmagazin: Oder vielleicht Zeit, Ihr Buch zu lesen. Mag. Schaller, Sie stellen uns abschließend exklusiv einen Auszug aus Ihrem Buch zur Verfügung, der auf amüsante Weise illustriert, wie Ihr Modell funktioniert.

Auszug aus dem Buch „Folge Deiner eigenen Spur“: „Sie kennen vielleicht die Filmkomödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“ (Regie: Herold Ramis) aus dem Jahr 1993 mit Bill Murray in der Hauptrolle. Der Film handelt von einem Wetteransager, der in einer Zeitschleife festhängt und immer wieder denselben Tag mit denselben Routinen durchlebt. Die Hauptfigur lernt nach und nach die Erfahrungen aus den vermeintlichen „Vortagen“ zu nutzen, wird jedoch – dies ist der tragikomische Aspekt des Filmes – durch sein Vorwissen gleichzeitig in missliche Situationen verwickelt, die sich nicht immer – wie gewünscht – lösen lassen.

Unser Ansatz ist es auch, das „Vorwissen„, also das Wissen über Ihre tägliche Routinen, welches Sie schließlich ja mit sich tragen, sichtbar zu machen und zu nutzen. Im vorigen Kapitel haben wir neben den beiden Tagesabläufen der fiktiven Figuren auch Ihren Tagesablauf punktuell wiedergegeben. Was wir analysiert haben, versuchen wir jetzt zu optimieren. Wir durchschreiten unsere täglichen Pfade und schon alleine aufgrund der Tatsache, dass wir dies täglich bewerkstelligen, agieren wir bis zu einem gewissen Maße erfolgreich. Die Erwartungen Ihres Vorgesetzten, in die Arbeit zu kommen, werden (zumeist) erfüllt. Die Erwartung Ihres Partners/Ihrer Partnerin, dass Sie abends zu Hause sind, erfüllen Sie vielleicht auch. Viele dieser Muster spulen wir also routiniert ab. Dennoch sind wir mitunter nicht zufrieden mit den (wiederholten) Ergebnissen. Manche „Erfolgserlebnisse“ nehmen wir aber im Trubel des Alltags nicht mehr wahr, z. B. wenn es Marina allabendlich gelingt, ihre Familie um sich zu versammeln und sich in erfüllender Form miteinander über den Alltag auszutauschen. Dennoch steckt in jedem einzelnen Knotenpunkt, in jeder einzelnen Spur – so trittsicher sie auch gesetzt wurde – weiteres Entwicklungspotential.“

Vitalmagazin: Besten Dank, dass Sie uns Ihre Zeit für das Interview gewidmet haben und uns ein Exemplar Ihres Buches zur Verfügung gestellt haben. Wir werden es unter unseren Newsletter-Abonnenten verlosen. Ihnen wünschen wir einen erfolgreichen Start Ihres Buches.

 

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