Der Kürbis oder besser die Kürbisse stammen aus Mittel- und Südamerika. Schon die Indianer wussten um die Vorzüge dieses Gemüses Bescheid und verfrachteten den Kürbis kurzerhand auf die Standard-Speisekarte. Zudem diente seine Schale als Trinkgefäß. Die Kerne wurden gepresst und ebenfalls verarbeitet. Kein Abfall, kein Müll, 100%ige Verwertung. Kein Wunder, dass Winnetou den Kürbis mehr schätzte als die Friedenspfeife.

Was die Indianer wohl auch schätzten, ist das rasante Wachstum. In wenigen Monaten zeigt der Kürbis, dass er schneller wächst als die Kaninchen in der Prärie.

Kürbis: Kalorien und Inhaltsstoffe

Nährwerte pro 100g Kürbis

Energie 63 kcal
Eiweiß 1,7 g
Fett 0,6 g
Kohlenhydrate 12,6 g
Ballaststoffe 2,5 g
Vitamin C 32,1 mg

Der Kürbis ist ausgesprochen kalorienarm und hat einen hohen Wasseranteil (90%). Das macht den Kürbis zum Favoriten jeder Diät. Er ist reich an Kalium, hat einen niedrigen Natriumgehalt und hat einen hohen Gehalt an Carotinoiden, aus denen der Körper die Sehkraft und das Haut stärkende Vitamin A aufbaut. Die im Kürbis enthaltende Kieselsäure wirkt sich günstig auf Bindegewebe, Haut und Nägel aus. Außerdem enthält das saftige Fruchtfleisch kaum Zucker und wirkt entwässernd.

Das Fett der Kürbiskerne zählt zu den besten Pflanzenfetten überhaupt! Die ungesättigten Fettsäuren sind wichtig für eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Sie begünstigen die zelluläre Immunreaktionen im Körper. Dem hohen Gehalt an Phytosterinen schreibt man außerdem eine positive Wirkung auf Blase und Prostata zu.

Kürbis kaufen und verarbeiten: Darauf sollten Sie achten

KürbisReife Kürbis Exemplare erkennen Sie an den hohlen Ton beim Abklopfen der Schale und daran, dass sich die Schale bei „Daumendruck“ nicht verformen lässt. Wenn Ihnen der Kürbis im Verhältnis zu seiner Größe zu leicht vorkommt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er im Innern zum größten Teil aus Fasern und Kernen besteht, aber wenig Fruchtfleisch zu bieten hat. Achten Sie auch auf Beschädigungen, denn nur unversehrte Kürbisse, können zwischen 10 und 13 Grad Celsius gut 3 Wochen gelagert werden. Bereits aufgeschnittene Kürbisse sollten innerhalb von 5 Tagen verarbeitet werden. Ansonsten ist die Verarbeitung der Kürbisse ist relativ unkompliziert. Der Kürbis wird gewaschen, halbiert und es werden die Kerne entfernt. Er wird in handliche Stücke zerlegt und geschält. Tipp: Wenn Sie den Kürbis einfrieren möchten, schneiden Sie die handlichen Stücke in kleine Würfel und frieren Sie ihn portionsweise ein.

Kürbis Add-ons

Das Fruchtfleisch des Kürbisses schmeckt ohnehin schon wunderbar, wenn aber die richtigen Zutaten verwendet werden, ist der Kürbis ein geschmackliches Feuerwerk. Verwenden Sie zum Verfeinern des nussigen Aromas stets etwas Salz, Pfeffer, Kümmel und Muskatnuss. Wenn man die süße Note etwas verstärken möchte, eignet sich Zimt hervorragend.

Rezept-Tipp: Der Kürbis-Feta-Flammkuchen von Claudia Sassomarrone ist ein kulinarisches Meisterwerk!

Kürbis: Schön bunt und vielseitig verwendbar

Speisekürbisse gibt es in vielen verschiedenen Sorten. Mein persönlicher Lieblingskürbis ist der sogenannte Hokkaidokürbis, man muss ihn nicht einmal schälen, da sich seine Schale gut weich kochen oder dünsten lässt. Der grüne Muskatkürbis ist ein echtes Kürbis-Monster, 30-Kilo-Dinger sind keine Seltenheit. Ihr Lebensmittelgeschäft bietet deshalb diesen Kürbis meist vor geschnitten an, sodass Sie keinen Gabelstapler zum Einkaufen benötigen. Ein netter Service will ich meinen. Den länglichen hellgelben Butternut-Kürbis kennen Sie sicher. Er lässt sich leicht schälen und hat ein besonders nussiges Aroma.

Zu Halloween ist der Kürbis nicht nur ein kulinarisches Highlight, sondern auch die nicht essbaren Zierkürbisse. Sie erfreuen das Auge mit sensationell kreativen Dekorationen und verschönern so manche Eingangstüre. Ausgehöhlt und mit Kerze bestückt lehren sie uns das Fürchten und Zeigen den Nachbarskindern, wo es „Süßes oder Saures“ gibt. Kein Wunder also, dass der Kürbis so beliebt ist.