Eine aktuelle Studie weist darauf hin, dass Softdrinks dem jugendlichen Gedächtnis Schaden zufügen dürften. Dies hat der Neuropsychologe Scott Kanoski vorerst immerhin schon einmal im Experiment mit Jungratten an der Universität Kalifornien festgestellt.

Es gelte demzufolge also nicht nur:

„Du bist, was du isst, sondern zumindest ebenso, was du trinkst“.

Der Aspekt, dass Ernährung nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch unser Denken in hohem Ausmaß beeinflusst, ist mittlerweile durch viele Untersuchungen fundiert und ich weise in meiner Arbeit mit Sprachschülern und gestressten Prüflingen stets auf Potential und Mehrwert von „Brainfood“ hin.

In diesem Zusammenhang interessant erscheint die aktuelle Erkenntnis der für psychologische Trends maßgeblichen amerikanischen APA (American Psychological Association), dass das menschliche Gehirn sich der Untersuchung durch sich selbst (= den ambitionierten Forscher) entziehe.

Der Mensch tappt also weiterhin und trotz jahrzehntelanger kontroversieller Gehirnfoschung im Dunkel seiner eigenen Gehirnregionen und kann sich nur eine ungefähre Vorstellung davon machen, wie viel Potential in seiner „Black Box“ steckt und schlummert. Zwar ein bitteres Eingeständnis von wissenschaftlicher Seite her, dennoch vermag es ja der menschliche Geist, interessante (Trainings-) Programme und Konzepte  zu entwickeln, um z. B. dem Prozess des Vergessens vorzubeugen!

Lebenslanges Lernen

Das vielerorts gepriesene lebenslange Lernen ist kein hohles Schlagwort und das Vergessen fängt so wie das Lernen schon bereits weit vor dem erstmaligen Alkohol- und/oder gar Softdrinkgenuss an.

Ich als Psychologe gebe Ihnen hiermit den ersten wohlgemeinten und sicher auch effizienten Ratschlag: Haben Sie keine Angst vor dem Vergessen. Vergessen kann manchmal sogar recht heilsam sein – paradoxerweise, gerade beim Lernen! Dazu mehr in meinem nächsten Beitrag:

Selbstexperiment: Lernen und Vergessen – Teil 1