Resilienz“ hat seinen Ursprung aus dem lat. „resilire„, was soviel wie „abprallen“ bedeutet. Gemeint ist damit die psychische Widerstandsfähigkeit, die uns befähigt, mit Krisen so umzugehen, dass wir wie Phönix aus der Asche emporsteigen: ohne seelische Beeinträchtigung, noch mehr gestärkt aus der gemachten Erfahrung und mit Selbstvertrauen den eigenen Ziel treu bleibend.

Wer  resilient ist, nimmt selbst akuten Stress relativ unbeeindruckt hin und macht auch aus schlechtesten Ausgangssituationen das Beste. Die Resilienz-Forschung zeigt sehr interessant, wie sich Jugendliche, auch wenn sie aus einem Ghetto-Umfeld kommen, dank vorhandener Resilienz, es zu erstaunlichen Karrieren bringen. Entscheidend dafür waren:

  • Es gab positive Vorbilder, es gab mindestens einen verlässlichen Menschen, der dem Heranwachsenden dauerhaft Halt vermitteln konnte. Resilienz-fördernd sind vorlesende Eltern oder Großeltern, das macht ein Kind emotional stabil und vermittelt „Werte“.
  • Wer in Armut aufwachsen muss, erlebt mehr Frustration, mehr Entbehrung und mehr Entwertung und das beeinträchtigt auch die schulischen Leistungen. Aber auch das Gegenteil  kann schuld sein,  bei Oberschichtkindern kann es durch Überbehütung und fehlender Werte-Übermittlung zu Resilienz-Mangel kommen.
  • Wie zunehmend wichtig Resilienz genommen wird, zeigt sich in vielen, weltweiten Resilienz-Förderprogrammen wie dem „Foster-Grandparent-Projekt“ und dem Opstarie-, sowie dem BigBrother, big Sister Projekt. Heranwachsende aus benachteiligten Familien bekommen Mentoren zur Seite gestellt.

Resilienz ist nicht angeboren!

Sie wird durch persönliche Entwicklung erlernt oder auch nicht. Die gute Nachricht: man kann sich „Resilienz“ auch erarbeiten! Man kann Resilienz trainieren wie einen Marathonlauf. Durch soziale Unterstützung, durch Freundschaftsbeziehungen, Familienzusammenhalt, Achtsamkeit.

Die Resilienten

  • sind  intelligenter, disziplinierter und verlässlicher in ihren Leistungen
  • haben eine realistischere Selbsteinschätzung
  • sind einfühlsamer und beweisen mehr Mitgefühl
  • verfügen über emotionale Intelligenz, d.h. sie sind fähig Emotionen und Handlungen zu kontrollieren
  • sind probelemlösungsorientierter
  • wenig  aggressiv und haben bessere Erfolge in der Schule
  • haben eine optimistische Grundhaltung und Selbstvertrauen
  • haben stabile Beziehungen und Freundschaften sind ihnen wichtig

In unserer postmodernen Gesellschaft wird Resilienz ein immer wichtigerer und entscheidender Faktor werden. Ein besonders interessantes Phänomen der Resilienz-Forschung: das weibliche Geschlecht ist häufiger resilienter als das männliche Geschlecht. Eine niedrige MAO-A-Aktivität wurde besonders bei Männern mit hohem Testosteron-Spiegel beobachtet. Diese Männer verhalten sich extrem antisozial und sind gleichzeitig sehr resilienzschwach.

Resilienz als seelische Widerstandskraft und innere Stärke um mit  Konflikten, Lebenskrisen und Niederlagen besser umzugehen. Die Resilienten unter uns erleben diese Widrigkeiten nicht als unlösbare Krisen, sondern als Herausforderung, sich nicht unterkriegen zu lassen.

Die resiliente Gesellschaft wird überlebenswichtig! Im Angesicht von Stress und Burnout, von Terrorismus und Geiselnahmen, von Sozialabbau und Arbeitslosigkeit und politischen Agressorregimen.

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