Weihnachten, das wissen wir, fällt immer auf den 24. Dezember! Warum hat Ostern immer ein anderes Datum? Wir wissen, dass die Kirche zu Ostern die Auferstehung Christi feiert. Aber der kann doch auch nicht immer an einem anderen Tag auferstanden sein?

Ostern

Warum fällt Ostern jedes Jahr unterschiedlich an? Ich habe reihum gefragt und wir haben alle gerätselt. Wir wussten, mit Ende der Fastenzeit beginnt Ostern. Aber das ist noch keine Erklärung, warum in manchen Jahren Ostern bereits im März, in anderen Jahren erst im April Ostern feiern. Es hängt, liebe Leser, mit der Kalenderreform von Papst Gregor dem XIII zusammen, seitdem gilt folgende Regel:

Ostern ist am ersten Sonntag, der auf einen Vollmond am 21. März oder dem ersten Vollmond danach folgt!

Ja, und damit kann das Osterfest zwischen dem 22. März und dem 25. April liegen. Nebenbei ist Ostern auch noch das wichtigste und älteste Fest des Kirchenjahres.

Ostereier

Den erhöhten Cholesterinspiegel zu Ostern haben wir der mittelalterlichen Eier- und Speisenweihe und dem sogenannten „Zinsei“ (als das Ei noch ein Zahlungsmittel war) zu verdanken. Das Ei gilt als Symbol für die Auferstehung Christi und wird bei uns in Österreich vom Osterhasen gebracht, in Schweden wird dieser Job vom Osterkücken (etwas realitätsnaher) erledigt und in Australien bekommen Sie die Eier vom „Bilby“. Tipp: Sollten Sie unbedingt Weltmeister im „Eierpecken“ werden wollen, nehmen Sie die Eier einer jungen Henne. Die Eierschale von den Junghühnern enthält mehr Proteine und ist somit stabiler. Ebenso ist der „Aufschlagswinkel“ entscheidend. Treffen Sie das gegnerische Ei möglichst in einem „schrägen“ Winkel und Sie sind der „Gewinner“.

Wieso bringt der Osterhase die Ostereier?

Sorry, wir wissen es nicht! Fest steht lediglich, dass der „Hase“ ein „Auferstehungssymbol ist. Man nahm an, dass der Hase mit offenen Augen schläft und daher brachte man das irgendwie mit der „Auferstehung“ in Verbindung. Die Kirchenleut sind halt kreativ, was Erklärungen betrifft. Wenn Ihnen das bekannt vorkommt und Sie jetzt an die „Jungfrau Maria“ denken, von der auch keiner weiß, wie sie es schaffte die Jungfräulichkeit zu bewahren, leiten wir elegant zum Brauch des „Eierkratzens“ um:

Eierkratzen

Wir wissen, Sie lachen jetzt! Im südburgenländischen Örtchen Stinatz ist die traditionelle Technik des „Eierkratzens“ bekannt. Dabei werden in die bunte Eierschale tolle Muster eingekratzt und es entstehen so kunstvolle Ostereier. An was bitte haben Sie jetzt gedacht!?

Osternester: Viele Eier und viele Euros

Dass zu Ostern nicht nur die Kirche jubelt, sondern auch der Handel frohlockt, hat damit zu tun: Alleine in der Bundeshauptstadt werden heuer 53,3 Millionen Euro für Ostergeschenke ausgegeben werden. In den Osternestern findet sich am häufigsten Schokolade, Eier und kleine Spielsachen. Pro Kopf und Nase werden rund 57 Eier (entschuldigung: Euro) ausgegeben. Wenn das kein Grund zur Freude ist?