Ein pfleglicher Umgang mit Akkus zahlt sich aus! Wissenswertes rund um Akkumulatoren und deren Pflege. Damit Sie möglichst lange Freude mit Ihren elektronischen Geräten haben.

Die häufigsten Akkuarten

Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd)

Sie sind besonders stark vom Memory-Effekt betroffen und dürfen nur dann aufgeladen werden, wenn sie zuvor vollständig entladen wurden. Die Akkus sind außerdem hochgiftig und müssen als Sondermüll entsorgt werden. Nickel-Cadmium-Akkus können ca. 700 x geladen werden. Memory-Effekt: Das große Manko der Nickel-Akkus. Werden sie vor dem Aufladen nicht vollständig entladen, kann der noch nicht entladene Teil der Strom-leitenden Flüssigkeit im Inneren des Akkus kristallisieren und danach nicht mehr aufgeladen werden. Die Betriebszeiten werden so immer geringer.

Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH)

Sie schneiden leistungsmäßig deutlich besser ab als NiCd-Akkus, bei gleichem Gewicht und Volumen können Sie wesentlich mehr Energie speichern. NiMH-Akkus sind sehr empfindlich gegen Überladung. Von allen Akkus sind sie die kurzlebigsten. Sie können nur etwa 400 x neu geladen werden.

Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion)

Sie haben eine weit höhere Speicherdichte als Nickel-basierende Akkus. Sie können mehr Energie speichern und sind deutlich leichter. Einen Memory-Effekt gibt es nicht, die Akkus können jederzeit wieder aufgeladen werden. Die Akkus sind jedoch temperaturempfindlich (optimal bei Zimmertemperatur). Sie können ca. 1000 x neu aufgeladen werden. Li-Ion-Akkus altern allerdings auch, wenn sie nicht benutzt werden und sind nach 2 – 3 Jahren austauschreif.

Akkubetrieb in Notebooks

Bei überwiegendem Betrieb von Notebooks über die Steckdose sollte man die Akkus aus dem Gehäuse entfernen, da sie sonst schweren Schaden nehmen könnten. Durch ständigen Netzbetrieb sind die Energiespeicher nämlich verkürzten Ladezyklen und Hitze ausgesetzt.

Beim Betrieb an der Steckdose versuche das Notebook den Ladezustand des Akkus ständig auf 100 Prozent zu halten. Das geht laut PC-Welt auf die Haltbarkeit der Akkus. Moderne Akkus halten nicht mehr als 500 bis 1.000 Ladezyklen aus. Außerdem sind im Netzbetrieb meist die Energiesparoptionen des Notebooks deaktiviert. Da Prozessor und Grafikchips dann überwiegend mit voller Leistung liefen, erhitze sich das Notebook bis auf 60 Grad und die Akkus verlören ihre Leitfähigkeit. Empfohlen wird daher, die Notebook-Akkus vor dem Ausbau zu zwei Dritteln aufzuladen und an einem kühlen und trockenen Ort zu lagern. Der Ladezustand sollte aber regelmäßig kontrolliert werden, da ausgebaute Akkus ebenfalls Strom verlieren, was bei einer vollständigen Entladung zu irreparablen Schäden führen könnte.