Wir leben in einer Welt, in der sich ein krasser Wertewandel vollzieht. Da wir mittendrin sind, fehlt uns die erkennende Distanz dazu. Außer: wir begeben uns  in den kritisches Hinterfrage-Modus!

Und das sollten wir öfter tun! Der Jahreswechsel ist ein sinniger Anlass für Rückblick, Werte definieren und um sich neue Quellen zu erschließen.

Wer kennt heute noch die „Freunde der Weisheit„?

Die Philosophen heißen wörtlich übersetzt so.  Der „Philo“ als der Freund des Menschen,  der mit Weisheiten und guten Ratschlägen Beistand leistet. Seit nunmehr fast 3 Jahrtausenden versuchen Philosophen uns mit ihren Erkenntnissen anzuleiten. Leider gibt es Unser wenige, die es verstehen, von philosophischen Denk-Vorleistungen zu profitieren.

Schade, sage ich, denn: Was wollen wir alle?

Wir wollen unisono ein erfülltes, glückliches Leben! Aber niemand hat uns gelernt, „Glück“ zu erkennen, wenn es uns begegnet. Und es begegnet uns oft, meist geht es unerkannt an uns vorbei. Denn „Glück“ hat man nicht, es ist nicht etwas das uns zufällt, wie ein Lotto-Sechser, nein, „Glück“ muss man erkennen, festhalten und unentwegt etwas dafür tun!

Mit dem Thema „Glück“ haben sich alle großen Geister befasst:

EPIKUR ( 341-270 vor Chr.) definierte den „glücklichen Menschen“ so: einer, der in kluger Überlegung sein Leben mit möglichst viel Lust, Genuss und Freude ausfüllt, mit dieser glücksbetonten Lebenseinstellung steckt er auch unbeschadet Rückschläge weg. Der „Epikureer“ ist der Genießer schlechthin, der der das Leben wie ein raffiniertes Gericht auskostet.

Im Gegensatz dazu die „Stoiker„, geprägt durch den Griechen  ZENON (335-263) bis zum römischen Philosphen SENECA (4-65), die, die Vernunft und Pflicht in den Mittelpunkt ihrer Denkansätze stellten und lehrten, dass der Mensch Schicksalsschläge „stoisch“ zu ertragen hat.  „Stoiker“ zu sein, bedeutet aber keineswegs, zur  Apathie zu neigen, nein der Stoiker sieht die Welt sehr geordnet und diese glückliche Ordnung hält er durch Pflichterfüllung aufrecht.

Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel richtig setzenAristoteles

Ähnlich dachte auch NIETZSCHE (1844-1900) Beide propagierten den „Heroischen Menschen“ als Ideal. Zaratustra, der Übermensch, dem alles Niedrige und Kleinliche fern war, der Macht innehatte, aber nicht über andere, sondern über sich selbst! Das war das Nietzsche-Credo: die eigenen Unzulänglichkeiten durch eigenen, machtvollen Willen zu überwinden. Das ist letztendlich beglückend.

Doch was uns KANT (1724-1804) mit dem „kategorischen Imperativ“ eigentlich sagen wollte , war: „Handle so, wie du möchtest, dass alle anderen handeln„. Die Achtung vor der Würde des anderen Menschen ist der Prüfstein für eigenes Handeln. Trotzdem sah auch Kant das Daseinsziel des Menschen auch im Glücklichsein.

Und da war auch ROUSSEAU (1712-1778) der mit der durchdringenden Forderung nach „Freiheit und Gleichheit“ mithalf, die französische Revolution loszutreten.

Namhafte Geisteskoryphäen sind sehr wohl auch Meinungsmacher, wenn man sie lässt. Verschaffen wir ihnen Gehör, so ist das für eine Gesellschaft mehr von Nutzen, als wenn uns Medien, als Gehilfen des Geldadels verdummen. Denn Philosophen sind keine gekauften Meinungsmacher, nur leider stehen ihnen nicht so populäre Medien zur Verfügung. Die philosophischen Ideen kommen auch selten leichtfüßig daher, sie zu verstehen ist manchmal anstrengend.

Doch wir leben im Zeitalter des Kapitalismus! Wie können uns philosophische Denkanstöße nützen?

Wenn Ethik und Empathie zum neuen Trend werden, haben wir einen Gegenpol zur Verdummung und der zunehmenden sozialen Kälte zwischen den Menschen. Menschen, die für Großkonzerne nur mehr als Konsumenten zählen und in Kriegsregionen nur zum Verfutttern von Machtansprüchen da sind. Vieles sollten wir hinterfragen, denn vieles ist nicht so, wie es scheint! Aber wir sind alle gestresst und kommen kaum zum Nachdenken. Schon gar nicht zum kritischen Nachdenken!

Da die Lenkung von oben ein Versager-Modell ist, sollten wir es mal von unten versuchen!

Aus den Tiefen der Gesellschaft, vom Volk ausgehend, mithilfe von philosophischen Grundwerten. Als neuer Modetrend! Wenn massenhaft diesem Trend nachgeeifert wird, dann, ja dann können einige wenige, auch wenn sie kapitalstarke Eliten darstellen, gar nichts dagegen ausrichten!

Mehrheit gewinnt. Denn unsere Welt entsteht im Kopf. Und wenn dort Klugheit, Unbeeinflußbarkeit und philospohisches Gedankengut zuhause sind, dann

leben wir in der Besten aller möglichen Welten!

(„Gott hätte diese Welt nicht geschaffen, wenn sie nicht unter allen möglichen die beste wäre“ schrieb Leibnitz)

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