Nur Sie und die Einsamkeit. Ein endloser weißer Schneeteppich. Das Knirschen des Schnees, das dumpfe „Plopp“ der fallenden Bauernlawinen und das einsame Klappern der Schneeschuhe – Wer’s mag und wer gerne ohne großen Overhead unterwegs ist, für den ist Schneeschuhwandern genau das Richtige.

Schneeschuhe: Wer hat’s erfunden?

Die Schweizer? Die Eskimos? Hätten sie wohl gerne, aber nein, der Ursprung der Schneeschuhe ist nicht so einfach zurückzuverfolgen. Bereits ein paar Dekaden vor der Geburt unseres Herrn berichtete man über die Einwohner des Kaukasusgebiets, die flache Lederflächen benutzten, um nicht in den Schnee einzusinken und dass die Armenier dafür runde Holzflächen benutzen. Gesichert ist also die Annahme, dass Menschen in schneereichen Gebieten schon vor sehr langer Zeit um die Vorzüge der Schneeschuhe wussten.

Heutzutage werden Schneeschuhe eher als Sportgerät gesehen und haben mit den ursprünglichen Schneeschuhen ungefähr so viel gemeinsam wie eine Steinschleuder mit einer Panzerfaust. Erst Mitte der 90er ist das Wandern mit Schneeschuhen eine beliebte Trendsportart geworden und richtet sich vor allem an jene, die gerne fernab der überlaufenen Pisten die weiße Pracht genießen möchten und die auf rasante Abfahren mit den Skiern keine Lust haben.

Schneeschuhwandern auf den Punkt gebracht:

  • Sie müssen Schneeschuhwandern nicht erlernen. Schneeschuhe anziehen und loswandern. Einfacher geht’s nicht.
  • Schneeschuhwandern ist eine pipifeine Ergänzung zum Langlaufen und eine optimale Alternative zum Touren gehen im Winter.
  • Schneeschuhwandern geht bei jeder Schneedicke und Schneeart. Damit sind Sie relativ unabhängig vom Wetter.
  • Kein großer Overhead: Sie benötigen nur einen Rucksack mit einer Befestigungsvorrichtung für Ihre Schneeschuhe, Teleskopstöcke, Bergschuhe, Gamaschen und warme wetterfeste (atmungsaktive) Winterbekleidung.

Kann man wissen, muss man aber nicht …

Moderne Schneeschuhe sind alpinen Schnee- und Geländeverhältnissen angepasst. Sie bestehen meistens aus Hartplastik, haben spitze Stahlstifte oder sogenannte Harscheisen und sind kältefest bis zu -40 Grad. Damit sind sie für alpine Touren bestens geeignet.

Für die meisten Schneeschuhe benötigen Sie nicht einmal spezielle Bindungsschuhe so wie beim Skifahren. Die übliche Riemenbindung verspricht guten Halt und ist für alle schneetauglichen Winterschuhe geeignet.

Schneeschuhwandern: Eine Extraportion Erholung

Eine Schneeschuhwanderung kombiniert Natur, Ruhe, etwas Sport und Entspannung. Es lohnt ungemein, das Handy auszuschalten und ganz unten in Ihrem Rucksack zu verstauen. So genießen Sie die Stille inmitten der verschneiten Wälder und lassen mit jedem Schritt den Alltag ein Stückchen mehr zurück.

Schneeschuh Basics! Darauf sollten Sie achten:

  • Gewicht: Der Schneeschuh darf nicht zu schwer sein. Denken Sie daran, dass Sie Ihre Schneeschuhe auch tragen müssen.
  • Beachten Sie, dass die Auflagefläche Ihrer Schneeschuhe Ihren Körpergewicht samt Rucksack entspricht.
  • Gute Schneeschuhe haben eine ein- und ausklappbare Steighilfe (ein Bügel unter der Ferse).
  • Stahlstifte bzw. Harschkrallen sorgen für einen optimalen Halt auf vereisten Schnee.
  • Eine freischwingende Bindungsachse für eine natürliche Abrollbewegung und einer guten Führung Ihres Fußes.
  • Die Schneeschuhbindung sollte einfach zu bedienen sein. Ein Flinkes rein- und rausschlüpfen muss auch im steilen Gelände und im Tiefschnee möglich sein. In jeden Fall soll eine vereiste Bindung auch mit Handschuhen oder Fäustlingen geöffnet werden können.

Die vitale Schneeschuh Beitragsserie

Was uns betrifft: Wir mochten die letzten Schneeschuhwanderungen. Wenn Sie jetzt darauf Appetit bekommen haben, gönnen Sie sich doch unsere Beitragsserie zum Schneeschuhwandern.

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