Gleich vorweg: Einen 100%igen Schutz gegen Einbrüche gib es nicht! Es sei denn, Sie haben die finanziellen Ressourcen einer Nationalbank oder Sie wollen Ihre gesamte Kohle zum Schutz Ihres Eingenheims verbraten. Letzteres ist insofern praktisch, da Sie ja dann ohnehin kein Geld mehr haben, um auf Urlaub zu fahren.

Factbox:

Rund 14.000 Mal wird in Österreich eingebrochen. 65 % der Einbrüche erfolgen spontan ohne lange Planung. Der Rest wird von Profis verübt. Ein guter Grund also, den Dieben die Sache ein wenig zu erschweren und Ihr Eigenheim abzusichern.

Freilich, Sie können auch vor dem Urlaubsantritt Ihre Bude komplett ausräumen und Ihre Möbel und Wertgegenstände bei Ihren Freunden unterbringen. Abgesehen davon, dass Sie damit richtig viel Arbeit haben, werden Sie auch in der Beliebtheitsskala Ihrer Freunde wie die Titanik im Nordatlanik absinken. Sollten Sie Wert auf Freundschaften legen, lassen Sie es und beherzigen Sie stattdessen die folgenden Tipps zur Sicherung Ihres Eigenheimes.

Investitionen für Ihr Eigenheim: von gratis bis sauteuer

Sicherheitstipp
Informieren Sie sich bei der Auswahl eines guten Sicherheitskonzeptes bei den Beamten der Kriminalprävention. Die kriminalpolizeiliche Beratung ist als objektiv anzusehen, da die Beamten keine Verkaufsinteressen haben.

Klar, eine gute Sache ist der Einbau oder das Umrüsten Ihrer Türen und Fenster in eine einbruchshemmende Variante. Tipps dazu sowie Preise erfragen Sie am Besten beim hiesigen FBI (hierzulande die Kripo, bei den Beamten der Kriminalprävention) und beim Sicherheitsfachmann Ihres Vertrauens. Falls Sie lieber mit einer Alarmanlage liebäugeln, auch hier gibt es Varianten in allen Preisklassen. Insgesamt, stehen Ihnen zur Heimsicherung viele Möglichkeiten offen. Sie können es kostenlos, günstig bis hin zu sauteuren Sicherheitsanlagen haben. Egal, für welches Sicherheitskonzept Sie sich entscheiden, ein Besuch beim Fachmann ist mit immer Sicherheit eine lohnende Idee.

Einbruchsprävention: Qualität kostet was …

  • Einbruchshemmende Fenster und Türen
  • Hochwertige Schlösser, Schließzylinder und Beschläge
  • Eine Alarmanlage
  • Bewegungsmelder
  • Panzerriegel, Balkenschlösser
  • Videoüberwachung. Damit verhindern Sie zwar keinen Einbruch, wirkt aber abschreckend und Inspektor Derrick wird Ihr Fan.
  • Aushebelsperren für Fenster und Balkontüren
  • Wachhund: Hasso wirkt in jeden Fall abschreckend ist aber im Unterhalt teuer und der Tierschutzverein sieht es gar nicht gerne, wenn Sie den Hund während Ihres Urlaubes bei sich zu Hause einsperren. Abgesehen davon, kackt er Ihnen in 2 Wochen die Bude ziemlich voll.

Einbruchsprävention: Schnell und billig …

  • Mit einer Zeitschaltuhr können Sie Ihre Anwesenheit simulieren. Schalten Sie damit per Zufall Ihre Beleuchtung oder Ihr Radio ein.
  • Informieren Sie Ihre Nachbarn, dass Sie auf Urlaub sind und bitten Sie sie während Ihres Urlaubes ein Auge auf Ihr Hab und Gut zu werfen.
  • Lassen Sie Ihren Briefkasten von Nachbarn oder Verwandten regelmäßig leeren und hinterlassen Sie für Notfälle Ihre Urlaubsadresse.
  • Unterlassen Sie Nachrichten über Ihren Urlaub auf dem Anrufbeantworter. Ebenso sollten Sie sich Posts auf Facebook, Twitter und Konsorten über Ihren Urlaub sparen.

Strategie und Angriffsvektoren der Panzerknacker

Einbruch wird gemeinhin als schwerer Diebstahl angesehen. Demzufolge ist ein unangenehmer längerer Knasturlaub wahrscheinlich, wenn die Risikoanalyse nicht aufgeht. Das Credo des Panzerknackers lautet demnach: „Geringe Kosten, leise, schnell und maximaler Ertrag“. Zumal eine Umschulung vom Einbrecher zum Ausbrecher nicht eben mal ein Lehrberuf ist, den man in der Vollzugsanstalt nachholen kann.

Wohungen
Bei Einbrüchen in Wohnungen konzentrieren sich Einbrecher eher auf Wohnungstüren.
Häuser
Bei Einbrüchen in Häusern, versuchen die Täter über die Terassentüre, den Keller oder durch ein Fenster in Ihr Haus zu gelangen.

Ökonomisch betrachtet: Für den Einbrecher muss die Wirtschaftlichkeit gegeben sein. Also geringe Kosten (Aufwand und Risiko) bei maximalen Ertrag und guter Aussicht, die Beute mit wenig Hehler Provision wieder loszuschlagen. Demzufolge ist Elektronik, Schmuck und Bargeld das Hauptaugenmerk. Für Sie bedeutet das, dass Sie die Kosten für den Einbrecher in die Höhe treiben müssen, damit ein Einbruch in Ihrem Heim aus betriebswirtschaftlicher Sicht für den Einbrecher unrentabel wird.

Sicherheit im Urlaub: So schützen Sie Ihr Nest

Rüsten Sie auf! Checken Sie mit einem Fachmann Ihre Fenster und Türen. Lassen Sie einbruchshemmende Fenster und Türen sowie hochwertige Schlösser und Beschläge einbauen. Idealerweise installieren Sie eine Alarmanlage und sorgen dafür, dass Ihr Heim bewohnt aussieht. Lassen Sie keine Leitern und Werkzeuge im Garten liegen. Sicherlich können Sie so keinen Einbruch verhindern, aber den Aufwand und die Zeit, die ein Einbrecher benötigt in die Höhe treiben.

Nachbarschaftshilfe:

In einer aufmerksamen Nachbarschaft wird es ein Einbrecher auf jeden Fall schwerer haben. Informieren Sie Ihre unmittelbaren Nachbarn über Ihren Urlaub, bitten Sie ihn nach dem Rechten zu sehen und lassen Sie den Nachbarn den Postkasten ausräumen. Falls Sie eine Alarmanlage oder mittels einer Zeitschaltuhr die Beleuchtung steuern, informieren Sie Ihren Nachbarn über die Funktionsweise der Anlage oder eben der Zeitschaltuhr.

Ständig zugezogene Vorhänge oder heruntergelassene Rollläden signalisieren, dass niemand zu Haus ist. Lassen Sie es! Verräumen Sie aber in jeden Fall alle Wertgegenstände, die man ev. durch das Fenster sehen kann. Beim Verlassen Ihres Heims, stellen Sie sicher, dass die Türe immer zweifach abgesperrt ist. Lassen Sie keine Terrassentüren oder Fenster gekippt und um Gottes Willen, verstecken Sie Ihren Haustürschlüssel nicht unter der Fußmatte!

Sicherheit: Hilfreich und nützlich

Fotografieren Sie Ihre Wertgegenstände und legen Sie ein Inventarverzeichnis an. Das ist ungemein hilfreich für die Fahndung und obendrein freut es Ihren Versicherer, sollten Sie eine Einbruchsversicherung haben. Wenn Sie länger abwesend sind, können Sie auch bei Ihrer Bank ein Schließfach für Ihre Sparbücher anmieten.

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