Vergessenes Wissen über alte Hausmittel hat sich die Industrie zunutze gemacht und macht damit die besten Geschäfte mit uns.

Wer nichts weiß, muss alles glauben! Denkt die Reinigungsmittel-Industrie und bietet zahlreiche Spezialreiniger an, die quasi ganz von alleine reinigen. Wir kaufen heutzutage eine Unzahl von Spezialmitteln.

Bei meiner Großmutter war das noch anders, die wusste sich selbst zu helfen und deshalb war mit ihr kein Geschäft zu machen. Die machte nämlich selber! Keiner konnte ihr ein teures Entkalkungsmittel verkaufen. Kalk, ist im Wesentlichen nichts als Kalziumkarbonat, das sich in hässlichen, weißen Ablagerungen bemerkbar macht und Schaden an Geräten anrichten kann.

Der ultimative Kalkkiller:

Die beste und billigste Lösung: Weißweinessig, verdünnt mit Wasser ( je nach Verkalkungsgrad ). Kennen Sie das auch? Verkalkte Wasserkocher!  Schütten Sie Weissweinessig  hinein und kochen Sie ihn auf. Danach mehrmals gründlich spülen. Und nun der geheimste, aller Geheim-Tipps: Legen Sie eine leere Austernschale in den Wasserkocher. Er wird NIE WIEDER VERKALKEN! Denn den ganzen Kalk zieht -wie ein Magnet- die Austernschale an.

Sie wollen eine weiche, zarte Haut?

Weich, wie ein Babypopo? Ist machbar und kostet einen Pappenstiel! Kaufen Sie sich Kaiser Natron um € 1,45. Nach der Dosierungsformel : 1 TL auf 1 Liter Wasser. Ergibt seidenweiches Wasser. Nehmen Sie ein Bad darin. Falls Sie ein Muskelkater plagt, der ist schnell vertrieben, nach einem Natron-Bad.

Waschen Sie damit auch Ihre Haare, sie werden es Ihnen mit schönem Glanz danken.

Und Sie gehen natürlich zur Zahnhygiene, 2 x jährlich mindestens. Der Zahnarzt dankt Ihnen herzlich, wenn er Ihnen im Vorbeifahren aus seinem Porsche zuwinkt.

Den, sich unvermeidlich auftauchenden Zahnstein  könnten Sie auch Portemonnaie-freundlich selbst vernichten.

Sie mischen: 1 TL Magnesiumchlorid, 1 TL Natron und 4 TL grüne Tonerde (erhältlich in jeder Drogerie), fügen etwas Wasser hinzu, bis das Ganze eine sämige Masse ergibt. Das ist gleichzeitig die beste, chemiefreie Zahnpasta!

Und genauso verwenden Sie sie auch. Einfach damit Zähneputzen und nie wieder wird sich Zahnstein bilden. Wenn Sie diesen Ratschlag  beherzigen, werden Sie bald dem Zahnarzt aus Ihrem Porsche mit breitem Lachen freundlich zuwinken können.

Meine Großmutter war praktizierende Haushalts-Chemikerin, die ungeniert mit Allerlei hantierte, weil sie über dementsprechendes Grundwissen verfügte. Zu ihrer Zeit gab es keinen Haushalt ohne Brennspiritus.

Schon die Babylonier wussten ihn zu schätzen. Brennspiritus ist mit Vorsicht zu handhaben, da er leicht entflammbar ist, doch

Brennspiritus ist besser als jedes industrielle Antifleckenmittel und: er ist weitaus billiger! Brennspiritus ist ein Tausendsassa!

Lösen Sie etwas grobes Salz in Brennspiritus auf und reiben Sie mit dieser Mischung  den Fleck ein. Danach waschen Sie das Kleidungsstück in die Waschmaschine und nach dem Trocknen werden Sie vergeblich nach Fleck fahnden.

Und Glas hat noch nie so sauber geglänzt, wenn Sie es mit einem, in Brennspiritus getauchtem Tuch reinigen. Ganz nebenbei: so gereinigte Gläser beschlagen auch nicht. Auf Messen führt man das gerne mit Brillen vor und macht viel Wind damit. Simsalabim! In kleinen Fläschchen wird es teuer verkauft. Und ist doch nichts anderes als billiger, verpantschter Brennspiritus.

Ceranflächen kriegen Sie ohne Mühe fettfrei mit einem in Brennspiritus getauchten Lappen.

Flecken auf Möbeln, auf Teppichen, Wachsflecken entfernen, alles ein Klacks für Brennspiritus.

Der Winter kommt –  kennen Sie auch die hässlichen, weißen Ränder auf schwarzen Winterstiefeln? Ein Wattebausch mit Brennspiritus zaubert sie wieder weg!

Apropos Winter – um das Beschlagen der Windschutzscheibe zu verhindern:

Geben Sie auf ein Tuch einige Tropfen Glycerin und reiben Sie damit die Windschutzscheibe und die Seitenspiegel ein. Damit haben Sie auch die Lebensdauer der Scheibenwischer drastisch verlängert.

Sie kaufen noch teure Taps für den Geschirrspüler?

Und wiederum behaupte ich: Ja, wer nichts weiß, muss alles glauben! Möchten Sie wissen, woraus die teuren Taps bestehen?

Testen Sie das Rezept meiner Großmutter: mischen Sie 2 EL Natriumkarbonat mit 1 EL Natron und lösen Sie es in warmen Wasser auf.  Damit haben Sie ein Geschirrspülmittel bester Qualität.

Füllen Sie damit das dafür vorgesehene Waschmittelfach und schalten Sie den Geschirrspüler ein.

Sie werden staunen, wie Ihr Geschirr und Ihre Gläser glänzen!

Und für all diese pfiffigen Ratschläge dürfen Sie meiner Großmutter post mortem noch die Hand küssen!