In dieser Reihe zum Thema Volition möchte ich an Ihre Willenskraft appellieren. Dass dort, wo ein Wille ist, auch ein Weg sein soll, verspricht schon alleine der Volksmund. Doch wo anfangen?

Wie du dir selbst versicherst, dass der heutige Tag die besten Geschenke für dich bereit hält.

Ich habe mich mehrmals mit dem Medidationslehrer Nigel Hubbers getroffen und er hat mir dabei einige sehr lebensnahe Weisheiten mit auf den Weg gegeben. Doch vorerst ist eine grundsätzliche Begriffsklärung zwingend geboten:

Der im deutschen Sprachraum relativ unbekannte Begriff „Volition“ bezeichnet den Prozess der Willensbildung zur Überwindung von Handlungsbarrieren und kann mit dem Terminus „Willenskraft“ gleichgesetzt werden.

Wir wollen im Laufe dieser Reihe sukzessiv Ihre Willenskraft stärken, damit gleichfalls Ihre VK (Volitionskompetenz), Ihre Umsetzungskompetenz erhöhen und Sie folglich beim Erreichen Ihrer persönlichen Ziele unterstützen.

Während sich ein Großteil der wissenschaftlichen Forschung mit der Motivation befasst, wird dem Begriff der Volition nicht annähernd so viel Bedeutung beigemessen.

Was macht nun den Unterschied zwischen Motivation und Volition aus?

Motivation: Motive können entweder extrinsisch (etwa: Erwartungen von außen) oder intrinsisch (innere Standards) sein. Im Rahmen unseres Trainings werden wir uns vor allem auf letztere beziehen! Motivation verbleibt aber stets „nur“ das Streben nach Erfolg, Ergebnissen, Zielen – ohne Bewegung hin zum Ziel!

Volition: Wollen Sie das von Ihnen gesteckte Ziel erreichen, dann bedarf dies aber stets weiterer Prozesse der Selbstregulation – der Umsetzung. Eine treibende Kraft ist vonnöten, die Sie entgegen Auftreten widerstrebender Motive, Zielkonflikte oder Unlustgefühle mittels Anwendung von geplanten Strategien zum Ziel führt.

Nigel HubbersNigel Hubbers kam Anfang der 80er Jahre als Yoga- und Meditationslehrer erstmals in Berührung mit der indischen Gesundheitspflege. Vor ungefähr 20 Jahren wurde er nach einer erfolgreichen Behandlung gegen Burnout und Reizdarmsyndrom, in die Welt des Ayurveda eingeführt. Er war von dem Behandlungserfolg so beeindruckt, dass er beschloss, seine berufliche Laufbahn zu wechseln und eine fünfjährige Ausbildung aufzunehmen.

Sein besonderes Interesse gilt der Naturheilung und der Wiederherstellung des Gleichgewichts zwischen Körper und Geist, so dass die Selbstheilungsprozesse aktiviert werden können. Sein Hauptaugenmerk konzentriert sich darauf, wie unsere Ernährungsgewohnheiten und unser Lebensstil, unsere bisherigen Erfahrungen und Beziehungen zu Hause oder auch in der Arbeit, unsere körperliche und emotionale Ausgeglichenheit beeinflussen und die Entstehung von Krankheiten begünstigen können. Sobald diese Bereiche entlastet sind, kann uns das Wunder der Natur wieder gesund werden lassen.

Doch wie sieht das in der Praxis aus – und damit ist UNSERE tägliche Routine gemeint! Wie starten wir so richtig in den Tag?

Nigel Hubbers gibt uns ein alltägliches Beispiel und führt uns zu einer Lösung:

Josef wacht auf und registriert: Er fühlt sich schlecht. Ihn plagen negative Gedanken – immer wenn er aufwacht. Und in diesem Zustand beginnt Josefs Tag. Aber der soeben Aufgewachte hat viele Möglichkeiten, dies zu ändern! Also: Eine Golden Regel besagt: Bevor du beginnst: STOPP! Du solltest einen Selbst-Check-In machen und auf deinen aktuellen Zustand antworten. Was bedeutet Check-in? Beobachte den ganzen Körper vor dem Aufstehen, vom Scheitel bis zur Sohle, innen und außen.

Nimm wahr, wie du dich selbst fühlst…
trocken oder feucht (Mund und Haut);
dynamisch oder müde;
schmerzerfüllt, verspannt oder entspannt (Muskeln und Gelenke);
leicht oder schwer usw.

Und dann beobachte deinen geistigen Zustand

…lebendig oder langsam;
ruhig oder verstört dumm, depressiv oder angstvoll usw.

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Diese Selbstbeobachtung sollte schnell erfolgen, nicht viel nachdenken – konzentriere dich hauptsächlich auf deine Gefühle! Man könnte sagen: Scanne dich und erkenne schnell: Was sind die Hauptaugenmerke? Josef realisiert, dass sein Mund trocken ist. Was kann damit noch in Zusammenhang stehen? Vielleicht Kopfdruck oder Kopfschmerzen, Depression, trockene Haut, steife Gelenke, Muskelkrampf oder Muskelkater, Schwindelgefühle, trockene Augen, Störungen des Herzes, Unruhe, Nervosität…? Jetzt hat Josef etwas, worauf er heute „schauen“ kann! Und dann – was ist dann zu tun? An diesem Punkt kann Josef sagen, dass es nicht „sein normaler Zustand“ ist. Er ist im Ungleichgewicht – das ist es – eine alte Küchenwaage, wenn ein Arm zu hoch ist oder zu niedrig. Man könnte zu einem ausgeglichenen Zustand zurückkehren, wenn man Gewichte abnimmt oder hinzufügt. Aber in diesem Fall braucht Josef nur Wasser zu trinken! Einfach oder nicht?

Aber was sind die Konsequenzen? Alles hängt von unserem Bewusstsein ab, in dem wir unseren Tag beginnen. Wenn wir vorher nicht registrieren, wie wir uns fühlen, wenn wir uns das Ungleichgewicht nicht bewusst machen, dann kann diese Nachlässigkeit eine sehr negative Wirkung auf den ganzen Tag nach sich ziehen. Wenn Josef nicht weiß, dass er dehydriert ist, werden seine Kopfschmerzen schlimmer und er wird auch reizbar sein. Im Moment kann Josef sich noch nicht vorstellen, welche Wirkung er auf andere Menschen haben wird und wie unwahrscheinlich es ist, dass sein Tag von Erfolg gekrönt sein wird.

Also was könnte die Antwort sein? Trinke einen Liter warmes Wasser, mache ein paar Yoga-Übungen für den Oberkörper und bleibe in Kenntnis einer Körperspannung – bis sie verschwindet! Fühle dich weniger angespannt und mehr in der Lage, dem Tag mit einem Lächeln auf deinem Gesicht und einem ruhigen Geist zu begegnen! Ich kann also nur raten: Zurück zur Goldenen Regel vor dem Beginn – Stopp! Selbst-Check-in machen und auf deinen momentanen Zustand antworten. Relaxen – dann beginnst du den Tag oder mit der Aufgabe!“

Wir wünschen allen in diesem Sinne ein entspanntes und genussvolles Weihnachten sowie ein glückliches neues Jahr!

Weitere Infos über Nigel Hubbers finden Sie auf www.ayurvediclifestyle.ch