Am 31. Oktober respektive in der Arbeitswoche davor ist er endliche da, der heiß ersehnte Weltspartag. Die hiesigen Geldinstitute verteilen fleißig Werbegeschenke zum Zwecke der Sparerziehung für die nächste Generation der Bankkunden.

Der Weltspartag: Mit kleinen Geschenken wird zum Sparen erzogen

Wer also am Weltspartag sein Sparschwein schlachtet, bekommt traditionell eine kleine Aufmerksamkeit. Beim Weltspartag stehen vor allem die Kinder im Vordergrund, die mit ihren Eltern kommen und das Sparschwein leeren. Daher gibt es von den Geldinstituten meist kleine Geschenke, die die kleinen Nachwuchssparer zum Sparen animieren sollen.

Die Geschichte des Weltspartages geht auf den ersten internationalen Sparkassenkongress 1924 in Mailand zurück. Dort wurde aus Vertretern von 29 Ländern beschlossen, den Gedanken des Sparens weltweit im Bewusstsein der kleinen Sparer zu verankern und die Bedeutung für die Volkswirtschaft und den Einzelnen hinzuweisen. Der italienische Professor Ravizza erklärte damals den Schlusstag des Kongresses zum “International Saving Day”. Also den Weltspartag, so wie wir ihn heute kennen.

Wie viel spart der Durchschnitts-Österreicher?

Wie viel eine Volkswirtschaft spart, wird in der Sparquote ausgedrückt. Diese Kennzahl legt fest, wie viel vom verfügbaren Einkommen durchschnittlich gespart wird. In Österreich liegt diese Sparquote seit Jahren bei etwa 10%. Jedoch zeigt sich, dass in Krisenjahren, dass diese Sparquote Schwankungen unterliegt. Beispielsweise in der Zeit nach der Finanzkrise 2009 lag 2010 – 2013* diese Kennzahl unter der 10% Marke.

Jahr Sparquote (netto)
2009 11,2%
2010 9,1%
2011 7,4%
2012 7,7%
2013 7,3%
2014 k/A*

Quelle: Statistik Austria

Auch wenn der Weltspartag heute schon viel an Bedeutung verloren hat – das Sparen ist mehr denn je angesagt. Vor allem in Hinblick auf die private Altersvorsorge zusätzlich zur gesetzlichen Pension. Klar, auch die gegenwärtigen Wünsche sollen sich erfüllen. Ein Grund mehr etwas auf die hohe Kante zu legen. Früh übt es sich, den richtigen Umgang mit Geld zu lernen. Das ist auch der Grundgedanke des Weltspartages.

Zur Erinnerung: Richtig gute Spartipps zum Weltspartag

  • Sparen sollte immer regelmäßig erfolgen. Monatlich eine fixe Geldsumme zur Seite legen ist kein Fehler nicht!
  • Sparen Sie am Anfang des Monats, bevor Sie Ihre regelmäßigen Ausgaben bestreiten. Definieren Sie einen Prozentsatz Ihres Einkommens, den Sie sparen möchten. Tipp: Mit 90% lebt es sich genauso gut wie mit 100%. Daher, mindestens 10% des Einkommens zu sparen. Darunter wird es schwer, ein kleines Vermögen aufzubauen.
  • Automatisiere Sie Ihr Sparverhalten! Ein Dauerauftrag leistet hier gute Dienste. Auf diese Weise müssen Sie sich um gar nichts kümmern, das Sparen läuft quasi von selbst.
  • Wenn Sie mehr Geld haben, sparen Sie auch mehr! Wenn Sie eine Gehalts-Erhöhung bekommen haben, legen Sie davon 50% auf die Seite und die restlichen 50% können Sie ohne ein schlechtes Gewissen ausgeben. So können Sie sich zusätzlich etwas gönnen und sparen trotzdem mehr Geld.
  • Legen Sie Ihr Erspartes gewinnbringend an und investieren Sie, wenn sich eine gute Gelegenheit bietet.
  • Mindestens 2 Netto-Gehälter auf täglich verfügbaren Sparkonten legen. So bringt eine kaputte Waschmaschine Ihr Budget nicht ins Wanken und Sie überstehen die „kleine“ Finanzkrise ganz locker.

Ich bin mir fast sicher, so oder so ähnlich hat es auch Dagobert Duck gemacht. Einen wohl gefüllten Geldspeicher zur Bank zu bringen dürfte aber etwas schwierig werden.